Eine umweltbewusste Aktion der Pfadfinderschaft Süddeutschland.
Drinnen-Sitzen,
Online-Unterricht, Gruppenstunden alleine Zuhause, alleine Singen –
dies klingt nicht sonderlich nach Pfadfinder*innen-Alltag, oder?
Von
der Eintönigkeit und dem Warten auf die nächste „richtige“
Aktion befreite schließlich der Arbeitskreis Nachhaltigkeit aus der
PSD.
Von Samstag bis Sonntag, dem 23. bis 24. Januar, lud er alle zugehörigen Stämme aus Süddeutschland zu einer Nachhaltigkeitsrallye ein. In Bruchsal, Oberkirch, Karlsruhe, Dieblich und Ahrweiler sowie anderen Gebieten fanden sich über 100 Pfadfinder*innen zusammen um diese tolle Veranstaltung mitzuerleben. Natürlich (leider) nicht in einer großen Gruppe, sonder einzeln oder zu zweit in der Natur und Zuhause.
Aber was genau die Teilnehmenden erwartete wussten sie bis zum Morgen des 23. Januars auch nicht. Denn erst dann landete ein Paket bzw. eine gefüllte Brottasche – mit veganer Seife, Bambuszahnbürste, Tee, Bio-Schokolade, Infomaterialien, Saisonkalender, Kressesamen und den Aufgaben – vor ihrer Haustür.
Direkt mit den Aufgabenzetteln – einer Checkliste mit 32 verschiedenen Aufgaben und zusätzlichen Bonusaufgaben – startete die Aktion. Die verschiedenen, abwechslungs- und umfangreichen „Challenges“ reichten bei weitem aus um das gesamte Wochenende mit sinnvollen, umweltschonenden Dingen zu verschönern.
Bei
der Nachhaltigkeitsrallye der Pfadfinderschaft Süddeutschland wurden
verschiedenste Alternativen und Möglichkeiten entdeckt:
Wie
kann ich mein Lunchpaket nachhaltig verpacken?
Wo
gibt es lokales, unverpacktes Obst, Gemüse und Anderes zu kaufen?
Habe
ich bereits Verpackungsalternativen genutzt und kenne ich welche?
Wie
stehen Menschen in meinem Umfeld zu Nachhaltigkeit?
Kann
man Essen, welches das Haltbarkeitsdatum überschritten hat, noch
nutzen?
Gibt
es in meiner Nähe öffentlich zugängliche Obstwiesen oder
Landwirtschaft?
Woher
kommt meine Kleidung? Wie wird die Energie, welche ich nutze,
gewonnen?
Kann ich mich vor Ort für den Umwelt-/ Klimaschutz engagieren?
Sollte
ich Öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen?
Gibt
es in der Nähe erneuerbare Energiegewinnung?
Wie
viel und welchen Müll produziere ich durchschnittlich?
Sammel
ich, wenn ich draußen unterwegs bin, Müll auf?
Diese und noch mehr Fragen stellten sich den Teilnehmenden sowie nun auch den Lesenden. Zusammengetragen wurden die Ergebnisse online und konnten mit anderen verglichen werden – ebenso gab es dort Anregungen für nachhaltige Projekte. Letztendlich sollte sich jede*r immer wieder die oben genannten Fragen stellen, eigene Alternativen entdecken und seinen ökologischen Fußabdruck minimieren. Die Pfadfinder*innen selber wurden mit der Aktion noch aufmerksamer gemacht und hoffen, dass sich auch andere Menschen (z. Bsp. durch diesen Bericht) für die Nachhaltigkeit gewinnen lassen.
Bericht von Kai
Padlet
Wie man dem Padlet entnehmen kann wurden viele Challenges hervorragend gemacht! Toll, dass es so viele Einsendungen gab – unten ist das Padlet, für alle die nochmal ein bisschen darin stöbern wollen.
Darunter befinden sich auch noch Links zu den Padlets der anderen Stämme.
Hier werden wir euch in den nächsten Wochen mit Gruppenstunden versorgen, welche ihr auch von zu Hause aus machen könnt. Also schnappt euch eure/n Schwester, Bruder oder Mama & Papa und habt viel Spaß bei eurer Zu-Hause-Gruppenstunde!
Liebe Wölflinge, liebe Pfadfinder, liebe Eltern, da leider in letzter Zeit so viele Pfadfinderaktionen ausfallen mussten, haben wir als kleinen Trost einen Waldlauf im Grünwettersbacher Wald organisiert. Diesen könnt… "Waldlauf" weiterlesen
Die diesjährige DPV Sippenaktion fand vom Mittwoch den 29.5. bis Sonntag den 2.6.2019 in Hameln statt. Don Oro, der Besitzer eines riesigen Gebietes, welches fürs Goldschürfen bekannt ist, hatte uns alle eingeladen.Wir sollten ihm beim Goldschürfen helfen und dafür auch anständig bezahlt werden. Vom Stamm Kondor war die Sippe Albatros die einzigen Teilnehmer. Um 15:00 Uhr trafen wir uns am Hbf KA, um uns zusammen mit dem Stamm JvS und den Greifen mit dem Bus nach Hameln auszumachen. Um Mitternacht waren wir nach einer anstrengenden Fahrt endlich angekommen. Nachdem wir mühsam im Dunkeln unsere Kothe aufgebaut hatten, fielen wir alle müde in den Schlafsack. Wie wir am nächsten Morgen erkannten, bestand die Sippenaktion aus ca. 1000 Teilnehmern, ...
Auf dem Osterlager dieses Jahr löste sich die Meute Odontoceti auf. Ich möchte die Gelegenheit nutzen um über die Zeit der Meute zu berichten:
Im Frühling 2014 gründeten Marlon und Maya die Gruppe, übernahmen Julia und Judith aus der Meute Sioniwölfe, die damals von Jasmin und Alex geleitet wurde. Diese löste sich in dem Zuge auf. Zum Jahreswechsel 2016/17 gab Maya zunächst teilweise, dann vollständig die Meutenführung an Marlon ab. Zu dieser Zeit fand auch ein Sippensprung statt: Der Großteil der Meute kam in die Sippe Albatros, geleitet von Arne und David. Zum Jahreswechsel 2017/2018 übernahmen dann Nia und ich die Meute, ...
Tag 1
Als wir morgens total übermüdet um 6 Uhr aus dem Bus stiegen hatten wir eigentlich nur vor einen Schlafplatz zu suchen und uns für ein paar Stunden hinzuflaggen und zu pennen. Es kam jedoch völlig anders; als erstes wankten wir schlaftrunken aus dem Kaff namens Bovec heraus. Als wir nach einer Weile ein schönes Fleckchen fanden, waren wir jedoch alle wach und liefen weiter. Wir machten Mittagspause (wobei wir auf einen Stein kletterten und Maurice sich den Finger quetschte). Nach der Pause wurde es ziemlich hart! Der Berg war steil und als wir nach gefühlten 3 Tagen oben ankamen, war es keineswegs geschafft; wir mussten Wasser suchen, (denn das war rare Ware) und einen Schlafpatz finden. Auf dem Weg nach unten warteten weitere Strapazen auf uns: Ein Weg, so schmal, ...
Und wieder ist unser diesjähriges Sommerlager vorbei.
Ich muss sagen es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, als wir in den Flieger nach Irland stiegen in der Hoffnung auf schönes Wetter und neue Abenteuer. Angekommen in Dublin ging es mit dem Bus nach Galway und von da aus weiter nach Rossaveal (Connemara) wo wir unseren Hajk, aufgeteilt in drei Fahrtengruppen, beginnen ließen. Zehn Tage lang durften wir die schöne Landschaft Connemaras und die (meist) freundlichen und offenen Iren kennenlernen. Die letzten drei Tage verbrachten wir gemeinsam auf dem Standlager, dass etwas außerhalb von Galway, ...
Die Rucksäcke sind gepackt, der Bus gebucht und die Anmeldungen abgegeben. Egal ob mit dem Reisebus, Auto, einem Sonderzug, dem Fahrrad oder einfach zu Fuß traten knapp 3500 Pfadfinder des Deutschen Pfadfinderverbandes am Pfingstwochenende die Reise nach Adelsdorf in Mittelfranken. Unter dem Motto:
verbrachten wir 4 schöne Tage, umgeben von Naturschutzgebiet, auf einem großen Lagerplatz.
Es galt die Themen Gemeinschaft, Grenzenlosigkeit, Tradition zu verbinden. Diese führten durch alle Aktionen & Angebote. Alle ob groß oder klein sind sehr gespannt wie es werden wird.
Am Freitagnachmittag ging es auch für uns los zu einem der größten Pfadfinderlager in Deutschland, dem DVP Verbandslager 2015, so ein Lager findet nur alle 5 – 7 Jahre statt. Nach einer staureichen Fahrt kommen wir schließlich um ca. 20 Uhr bei Adelsdorf in Mittelfranken an. Glücklicherweise waren die meisten unserer Zelte, dank unseren Aufbautrupps der eine Woche zuvor anfing, schon fertig aufgebaut und Bezugsbereit.
Den Überblick über den gesamten Lagerplatz zu bekommen war sehr schwer, bei gut 3500 Pfadfinder & Pfadfinderinnen kommt schon eine Menge an Zelten, Wasser – & Waschstellen & Dixi – Toiletten zusammen. Der Lagerplatz war in kleinere Unterlager aufgeteilt, denen jeweils 3 – 4 Bünde zugeteilt wurden, somit bekommt man einen leichteren Überblick, eine bessere Planung Zwecks Planung und Programm und lernt schneller auch andere Pfadfinder kennen.
Am nächsten Morgen begann das Programm angefangen bei einer Eröffnungsrunde, bei dieser das extra für dieses Lager geschriebene Lied gesungen wurde, mit hohem Besuchs des Bürgermeisters & die Stellvertretung unseren Schirmherr von Bayern, Horst Seehofers, durch den Innenminister Joachim Hermann die Ansprachen hielten & auch die Lagerleitung erzählte von der Planung und mehr. Mit Aktion „ Gruppen laden ein“ begann das Programm dabei suchte sich jede Meute & Sippe eine Partnergruppen mit der sie den Vormittag verbrachte & am Nachmittag das Geländespiel besuchte. Mit dem Thema Tradition beschäftigten wir die PSD (Pfadfinderschaft Süddeutschland) uns in der großen Jurtenburg die unter der Motto Straußenwirtschaft stand ausgiebig. Von einem Auftritt der Folkband Oleg and the Popovs, über das Angebot von Tschai, Tee & Flammkuchen und auch zahlreichen Singerrunden feierten wir mit Gitarren, Kontrabass und Akkordeon ein wenig mit hunderten von Pfadfindern jeden Abend.
Sonntags standen Workshops an bei denen „Herz“ „Kopf“ oder „Hand“ gebraucht wurden. Diese Angebote waren sehr Vielfältig und von Töpfern, über Hanna Tattoos, Freundschaftsbändchen selber basteln, Raufspielen, einem Pool, Schnitzen und viel e viele Mehr war für jeden etwas dabei. Nach einer kleinen Mittagspausen und ausgiebigem Essen ging es am Nachmittage weiter mit den Workshops bis spät in den Abend, gefolgt von einer täglichen Singerrunde war der Tag sehr ausgewogen. Ein aktuelles Thema für eine Diskussion war auch die Flüchtlingssituation in Deutschland. Auch kleinere Hintergrundprogramme fanden satt bei dem es zum Beispiel es eine Lagerpost gab, jedes Zelt bekam eine „Hausnummer“ zugeteilt und jeder Große und Kleine Pfadfinder konnte Briefe an eine beliebige Person verschicken. Alles im Allen war für jeden etwas dabei um den Tag mit Spaß und Guter Laune zu verbringen.
Wenn man mich fragen würde, ein Großlager in zwei, drei Sätzen zu beschreiben, würde ich sagen das kann man nicht.
Denn es ist immer etwas ganz besonderes, mit tollen Erfahrungen & vor allem die Erinnerung die man damit verbindet. Getreu nach dem Motto Zusammenkommen, Aufbrechen, Mitmachen ist man mit Herz & Seele dabei, findet neue Freunde und verbringt mit alten Freuden ein paar schöne und lustige Tage. Man benutzt Kopf, Herz und Hand um immer wieder tolle Aktionen und Programmpunkte auf die Beine zu stellen und am wichtigsten ist es Spaß und die Erinnerung zu haben die Groß und Klein an solche Lager haben.
Aufbautagebuch
Geschrieben von Timo Reuter
Samstag
8 Uhr morgens – der Wecker klingelt. Noch drei Stunden Zeit zu packen. Also raus aus den Federn, erstmal duschen und los geht’s. Um 12 soll ja schon der Mietwagen abgeholt werden. „Nö 13 Uhr passt mir besser“, dachte sich der Vormieter.
Nach 5 Stationen und 600 km über Oberkirch, Hohenwettersbach, Bruchsal und Bargen erreichen Wooki, Schochi und ich gegen 23 Uhr den Lagerplatz. Ein paar Zelte sieht man im Licht der Scheinwerfer verstreut auf dem riesigen Lagerplatz stehen. Es ist dunkel, kein Stern ist zu sehen, man hört ein paar Leute reden oder singen, doch es überwiegt das Quaken der Frösche in den Karpfenteichen.
Wie ein weißes Blatt Papier
Sonntag
Der erste Tag des Aufbaulagers geht zu Ende, in der Kleeblattjurte gibt es eine Singerunde. Doch die meisten der 40 Helfer sind zu erschöpft um zu singen. Es wurden mehrere km Trinkwasserleitung streng nach Vorschrift unter der Erde verlegt, eine Waschstelle gebaut, tausende Zeltstangen nach Länge sortiert und auch die PSD-Jurtenburg nimmt Form an.
Auf dem Weg zum Schlafzelt fallen mir die Sterne ins Auge, keine Wolke am Himmel, kein anderes Licht weit und breit. Heute gesellt sich zum Quaken der Frösche ab und zu das dumpfe Brummen des Kontrabass.
Montag
8:15 Uhr ein Horn wird geblasen, in 15 min gibt es Frühstück.
Karo und ich bringen den Mietwagen nach Bamberg, die anderen beschäftigen sich mit der Jurtenburg. Pünktlich zum Mittag sind wir zurück.
Kurz vor dem Abendessen nimmt das Unglück seinen Lauf: ein Jurtendach von JvS reißt ein, das selbe, das auch schon auf dem Meißner gerissen war. Also nach dem Essen noch das Dach vom Matlager in die Jurtenburg gebastelt und das neue Dach von JvS (mit Traufkante) ans Matzelt. Solange bis es wirklich zu dunkel ist.
Beim Abendessen wurde gesagt, dass morgen erst um 9:15 Uhr gefrühstückt werden kann. Was bedeutet: Arbeitsbeginn um 10. Daher haben Olli und ich beschlossen, aufzustehen und anzufangen sobald die Sonne aufgeht.
Dienstag
5:40 Uhr – Sonnenaufgang, Olli ist unmotiviert (unaufweckbar) ich schreibe meinen Artikel weiter.
6:30 Uhr – 2.Weckversuch …
Mittwoch
Es ist Mittwochabend, der PBN richtet eine abstrus reglementierte Singerunde aus (z.B. ALLES wird linksrum weitergegeben und jeder soll aus allen Tassen trinken), ich sitze in der Matjurte.
Die Taktik mit der Sonne aufstehen und ins Bett gehen hat sich bewährt, seit gestern Morgen ist viel passiert: Die Jurtenburg ist fertig dekoriert, die Pooljurte ist eingerichtet und das Wasser wird langsam warm und vorhin wurden gefühlt 100 Dixis geliefert. Aber für morgen bleiben noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen.
Übrigens: der Pool ist der Hammer – vergesst auf keinen Fall eure Badehose. Achja, „Schönen Gruß“ vom Olli.