Am Sonntag, den 15.Mai 2022, fand in der überdachten Halle des Bauzentrums Steinbach in Bruchsal ein Benefiz-Rockkonzert zugunsten der Renovierung von St. Peter statt. Zwar fand dieses bei freiem Eintritt statt, jedoch haben sich die Bruchsaler Pfadfinder dazu bereiterklärt mit Körbchen und Gläsern für dieses gemeinnützige Projekt auf Spendenbasis zu sammeln.
Insgesamt war diese Aktion ein voller Erfolg. Neben Rockklassikern wurden auch neue und moderne Titel, wie beispielsweise „Wellerman“ gespielt, die die Stimmung von Alt und Jung überragend machten. Wir wollen uns damit auch noch bei Ute Stöckner bedanken, die ebenfalls in Kluft die ganze Spendenaktion koordiniert hat und mit derer Hilfe nicht nur die Atmosphäre, sondern eben auch der Erlös grandios wurde.
Vom 06-08.Mai 2022 hat seit einigen Jahren endlich wieder das Mailager gemeinsam mit den Pfadfindern der DPSG aus Bruchsal und dem Walzbachtal stattgefunden. Um 16 Uhr haben wir uns freitags am Fanfahrenheim getroffen und sind traditionell zu unserem Lagerplatz gewandert, auf dem es auch bald schon ein sehr geiles Abendessen gab. Gut gestärkt ging es auch schon weiter zu einer Nachtwanderung, bei welcher uns ein Gruppenleiter mit einem Laser einige Sternenbilder erklärt hat.
Am nächsten Morgen haben wir mit einer Morgenrunde in den Tag gestartet, bevor wir über den Tag hinweg einen Waldlauf gemacht haben. Dabei konnten die Kinder unterschiedlichstes Wissen, wie über Erste Hilfe, Knoten und vieles mehr durch Spiel und Spaß lernen. Um den Tag noch rund abzuschließen wurde zum Essen gegrillt und der Abend in Ruhe ausgeklungen. Nach zwei Tagen voller Freude und knorkem Essen ging das Lager dann auch schon wieder auf das Ende zu. Nach dem Abbau und einer großen Abschlussrunde haben sich somit unsere Wege für ein weiteres Jahr bis zum nächsten Mailager getrennt.
Vom 18. bis 20. März 2022 Die Wilde 13 im Land der Baumriesen
Tag 1, 18.03.22 – Chaos
„#ScheißeDuBistDraußen“ Mit
diesem Hashtag begann unsere Rover-Schwarzwald-Schneekothenfahrt.
Domi, Kai und Jens waren pünktlich um 17:04 Uhr an Gleis 1 in
Koblenz. Selina nicht. Die dachte irgendwie, dass der Zug um 17:12
Uhr fährt und gammelte sich vorher schon 2 Stunden in Koblenz den
Hintern blau, um letztendlich den Zug zu verpassen. Naja, Gustos Zug
hatte auch Verspätung und er packte den Anschluss leider nicht. Alle
anderen der Wilden 13 reisten entweder schon am Vortag oder aus
anderen Himmelsrichtungen an.
Das RLP-Ticket für fünf Personen
wurde also fair auf drei aufgeteilt – so konnten wenigstens noch
zwei Rucksäcke in den Genuss eines Sitzplatzes kommen. Lief nicht so
– hoffentlich wanderte es sich morgen besser.
Drei Stunden
später waren wir schlauer: Gusto und Selina reisten mit dem ICE von
Koblenz über Frankfurt nach Karlsruhe – pünktlich, um die S1 um
20:13 Uhr nach Bad Herrenalb zu nehmen. Die drei Nahverkehr-Pfadis
aus Koblenz verpassten diesen Anschluss allerdings aufgrund einer
Verspätung um wenige Minuten und entspannten sich am Karlruher Hbf
mit Laura bis zur nächsten S1 um 21:13 Uhr.
Michi, Wooki, Gusto und Selina
machten lange Nasen während Heni noch später um 22 Uhr ankam. Die
Telegram-Gruppe und alle Handy-Klingeltöne liefen während diesem
verzwickten Chaos heiß.
Schließlich war erfolgreich auf
die S1 gewartet worden, welche nach 40 Minuten in Bad Herrenalb
eintrudelte. Hier wartete noch der gesamte Rest der Gruppe am Bahnhof
und nach kurzer Begrüßung ging es durch ein schickes Neubaugebiet
in den Wald.
#HäuserInDenWaldBauenUmWaldAnzugucken
Dort stand an der Hütte bereits
eine Kothe und die Wanderkothe wurde fix daneben gezimmert. Trotz des
total schiefen Untergrundes wurde sie sehr schön und bot Platz für
acht abrutschende Schlafplätze. Darauf gab’s um 00:30 Uhr bei
Kerzen- & Vollmondschein Abendessen in einer Hütte neben einem
Mini-Wasserrad.
Währenddessen kam Lukas mit Heni
nach und letztendlich klang der Abend nach dem Essen schnell aus –
alle waren gegen 1:30 Uhr im Schlafsack.
Tag 2, 19.03.22
– Steilgehen
Heni kam in die Wanderkothe: „Habt
ihr Klopapier?“
Ja, wir hatten mindestens acht Rollen
eingepackt und mussten gleichtzeitig aufstehen.
8:00 Uhr war
angepeilt gewesen, aber 9:00 Uhr wurde letztendlich beim Aufstehen
realisiert. Um 10:15 Uhr war alles gepackt und wir machten uns nach
dem Testen auf den Weg zur nächsten Hütte. Dort wollten wir
Frühstücken.
Auf dem kurzen Weg merkten wir,
dass wir an der falschen Hütte geschlafen hatten und bereits jetzt
unseren Plan umwerfen mussten – die Komoot-Karte war sowieso nicht
hilfreich gewesen. Kurz darauf gab es eine riesige Menge Müsli mit
Kakao, Kuchen und Milchpulver. Die drei „Praktikantinnen“
(Selina, Emma & Sianna) holten 30 Minuten lang Wasser im 100
Meter entfernten Hof während alle anderen mit dem Quatsch-Reden
weitermachten – die Beschilderung am Hof war sehr interessant.
Darauf ging es los. Im gemütlichen
Tempo stiegen wir auf – der Weg war wechselnd steil und sehr steil.
Immer wieder machten wir Pausen und kamen zum Mittagessen an einem
Paraglider-Absprungplatz mit atemberaubender Aussicht an. Die Leute
vom Restaurant nebenan beobachteten uns interessiert während Jens
Sandgesteinsproben mit seinem „Ferrari-Geologen-Hammer“ nahm.
Weiter ging es. Michi lief mit der
Karte, seiner Lederbux und einer stilsicheren Fellmütze und gab
jedem die Schuld, der/die Mal den Weg nicht fand.
Nach einem
weiteren steilen Aufstieg – vorbei an den Teufelslöchern –
liefen wir mehrere Kilometer über den Höhenkamm, der die
historische Grenze zwischen Baden und Schwaben bildete. Das Badner
Lied war unser stetiger Begleiter und ebenso schöne Birkenhaine,
Sandstein, Sandboden, Moor, Matsch, Froschlaich, Nadelwald sowie
Sonnenschein. Mit der Zeit verwilderte der Weg immer weiter, bis wir
uns schließlich durchs Gestrüpp auf einen geschotterten Weg kämpfen
mussten. Wenig später landeten wir an einer dreifachen Weggabelung
wobei keiner der Wege eindeutig auf unserer Karte eingezeichnet war.
Der rechte Weg sah am begehbarsten aus und über ihn fanden wir
letztendlich auch wieder auf den korrekten Pfad. Hier Stäuerten wir
eine Hütte an, welche allerdings bereits von anderen Wanderern
belegt war. Also zogen wir noch einige Kilometer weiter und fanden am
Wegesrand zwischen zwei Hochsitzen einen schönen Zeltplatz. Dort
bauten wir in der Dämmerung unsere Zelte auf und aßen zu
Abend.
Zudem schallten einige Lieder Akapella durch den Wald,
denn die Hände waren zum Gitarrenspielen zu kalt. Letztendlich
leerten wir noch alle unsere Trinkblasen sowie Keksdosen und gingen
fix schlafen.
Tag
3, 20.03.22 – Abgehen
Durch lautes Gelächter aus der
Wanderkothe wurden alle wieder pünktlich um 9:00 Uhr geweckt. Wie
bei einem Dejavu waren wir – nach einer weniger kalten Nacht wie am
Vortag – um Punkt 10:15 Uhr fertig bepackt und machten den Abgang ins
Tal nach Bad Herrenalb.
Der steile Abstieg ging ordentlich
auf die Knie und war nach circa einer Stunde beendet.
Wir kamen
bei schönem Wetter genau an einem Park raus und brunchten hier
erstmal alles, was noch unseren Rucksäcken entsprang. Generell war
der Haijk bei weitem kein Hungerhaijk – 2,5 kg Müsli je Frühstück,
viele Süßigkeiten und zwei bis drei Brote je Mahlzeit auf 13
Personen machte ordentlich satt.
Nach dem ausgedehnten Brunch und einem Besuch eines Regenwurms spielten noch alle im Park. Lukas und Adam begnügten sich mit einer Frisbee während einige andere die Wackel-Bänke erkundeten. Um 13:09 Uhr fuhr die S1 zurück nach Karlruhe, wo sich alle am Hauptbahnhof verabschiedeten. Hier trennten sich die Zugfahrten wieder und viele zog es nach Dieblich zu den Daheimgebliebenen (Annika, Felipe und Matthew), die leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mitwandern konnten.
Meutenwinterlager „Miraculous“ mit dem Dieblicher Pfadfinder e.V.
Ein wundersames Wochenende in Weibern
04. – 06. März 2022
Glückliche Superheld:innen in Weibern
Nach
einer etwa sechsmonatigen Pause konnte das lang ersehnte
Meutenwinterlager des Dieblicher Pfadfinder:innenstammes tatsächlich
vom 04. bis 06. März stattfinden.
Gemeinsam
mit dem Stamm Schwarzer Adler aus Bad Neuenahr Ahrweiler stürzten
sich die Kinder unter dem Thema “Miraculous“ in drei Tage voller
Abenteuer mit Ladybug und Cat Noir.
Nach
der Ankunft und einer Stärkung am Freitag Abend begaben sich alle
fleißig ans Basteln von Masken ihrer Lieblingssuperheld:innen aus
der Serie. Das bunte Treiben wurde jedoch durch einen lauten Schrei
unterbrochen. Ladybug wurde von Superschurk:innen entführt. Cat Noir
bat die Kinder um Hilfe, seine Partnerin am nächsten Tag
wiederzufinden.
Nach
einer erholsamen aber kalten Nacht standen alle mit ihren gebastelten
Masken bereit.
Die
eifrigen Helfer:innen begaben sich auf einen Waldlauf, auf dem sie
fünf Stationen erwarteten. Sie mussten Spiele gegen die
Superschurk:innen gewinnen, um sie zu schwächen und Hinweise auf
Ladybugs Versteck zu bekommen. Pünktlich zum Mittagessen standen
alle triumphierend mit Kartenstücken zurück im Lager. Schnell
wurden die Kartenteile von allen Gruppen gemeinsam zusammen
gepuzzelt. Das Kreuz verriet den Kindern wo Ladybug festgehalten
wurde. Mit vereinten Kräften suchten, fanden und befreiten sie die
Superheldin. Doch die Bösewicht:innen ungeschoren davonkommen
zulassen kam nicht in Frage. Am Nachmittag versammelten sich alle auf
dem Sportplatz des Hüttendorfes. Durch eine Partie Fangen sollte
geklärt werden wer stärker war: Die Wölflinge oder die
Bösewicht:innen? Natürlich besiegte die Meute von Kindern die
Schurk:innen und schlug sie in die Flucht. Der Tag endete mit einem
bunten Abend, für den alle Gruppen einen Programmpunkt vorbereitet
hatten. Glücklich aber doch erschöpft vielen Held:innen schließlich
ins Bett.
Am
nächsten Morgen wurde mit einem Schrecken festgestellt, dass nun die
Kwamis der Superheld:innen entführt worden waren – diese geben ihnen
ihre besonderen Fähigkeiten. Durch das lösen einiger Rätsel
bekamen die Kinder einen Tipp, wo die Kwamis versteckt wurden. Erneut
machten sich alle auf den Weg in den Wald, um den Superheld:innen zu
helfen. Erfolgreich kehrten die Kinder mit den Kwamis zurück. Nun
war es Zeit Abschied zu nehmen. Ladybug und Cat Noir bedankten sich
bei den Kindern für ihre tatkräftige Hilfe.
Eilig putzen alle gemeinsam die Hütten, denn die ersten Autos trafen schon zur Rückfahrt ein.
Der Dieblicher Pfadfinder e.V. organisierte erneut das Sternsingen in Dieblich
Wie jedes Jahr fand auch diesen Jahresanfang wieder das Sternsingen mit den Dieblicher Pfadfinder:innen am 9. Januar statt. Wir trafen uns morgens im Dieblicher Pfarrheim zum Verkleiden und um alle nötigen Flyer, Spendendosen usw. zu verteilen. Als alle fertig waren gab es einen kleinen Gottesdienst von Rudolf Demerath, bei dem auch die Kreide und die Aufkleber gesegnet wurden. Dann konnte es auch schon losgehen. Die vorher zugeteilten Dreier- bis Vierer-Gruppen machten sich auf den Weg zu ihren zugeteilten Straßen. Dort wurden von den Kindern fleißig Flyer eingeworfen und bei den angemeldeten Haushalten zusätzlich auch gesungen. Zu Mittag fuhr der Pfadibus durchs Dorf um die hungrigen Kinder mit der leckeren, gespendeten Kartoffelsuppe vom Hotel Pistono und Brötchen zu versorgen. Als dann alle Flyer verteilt waren kehrten alle wieder zurück zum Pfarrheim, wo die erbeuteten Süßigkeiten verteilt und die Verkleidungen wieder abgelegt wurden.
Fürs nächste Jahr hoffen alle auf
noch mehr Süßigkeiten, die Möglichkeit alle Haushalte zu besuchen
und nochmals eine ebenso große Summe an Spenden wie in diesem Jahr.
Die Dieblicher Bürger:innen haben insgesamt 4.075€ für die Gesundheitsversorgung von Kindern in Krisengebieten gespendet! Vielen herzlichen Dank!
Die Rucksäcke sind gepackt, der Bus gebucht und die Anmeldungen abgegeben. Egal ob mit dem Reisebus, Auto, einem Sonderzug, dem Fahrrad oder einfach zu Fuß traten knapp 3500 Pfadfinder des Deutschen Pfadfinderverbandes am Pfingstwochenende die Reise nach Adelsdorf in Mittelfranken. Unter dem Motto:
verbrachten wir 4 schöne Tage, umgeben von Naturschutzgebiet, auf einem großen Lagerplatz.
Es galt die Themen Gemeinschaft, Grenzenlosigkeit, Tradition zu verbinden. Diese führten durch alle Aktionen & Angebote. Alle ob groß oder klein sind sehr gespannt wie es werden wird.
Am Freitagnachmittag ging es auch für uns los zu einem der größten Pfadfinderlager in Deutschland, dem DVP Verbandslager 2015, so ein Lager findet nur alle 5 – 7 Jahre statt. Nach einer staureichen Fahrt kommen wir schließlich um ca. 20 Uhr bei Adelsdorf in Mittelfranken an. Glücklicherweise waren die meisten unserer Zelte, dank unseren Aufbautrupps der eine Woche zuvor anfing, schon fertig aufgebaut und Bezugsbereit.
Den Überblick über den gesamten Lagerplatz zu bekommen war sehr schwer, bei gut 3500 Pfadfinder & Pfadfinderinnen kommt schon eine Menge an Zelten, Wasser – & Waschstellen & Dixi – Toiletten zusammen. Der Lagerplatz war in kleinere Unterlager aufgeteilt, denen jeweils 3 – 4 Bünde zugeteilt wurden, somit bekommt man einen leichteren Überblick, eine bessere Planung Zwecks Planung und Programm und lernt schneller auch andere Pfadfinder kennen.
Am nächsten Morgen begann das Programm angefangen bei einer Eröffnungsrunde, bei dieser das extra für dieses Lager geschriebene Lied gesungen wurde, mit hohem Besuchs des Bürgermeisters & die Stellvertretung unseren Schirmherr von Bayern, Horst Seehofers, durch den Innenminister Joachim Hermann die Ansprachen hielten & auch die Lagerleitung erzählte von der Planung und mehr. Mit Aktion „ Gruppen laden ein“ begann das Programm dabei suchte sich jede Meute & Sippe eine Partnergruppen mit der sie den Vormittag verbrachte & am Nachmittag das Geländespiel besuchte. Mit dem Thema Tradition beschäftigten wir die PSD (Pfadfinderschaft Süddeutschland) uns in der großen Jurtenburg die unter der Motto Straußenwirtschaft stand ausgiebig. Von einem Auftritt der Folkband Oleg and the Popovs, über das Angebot von Tschai, Tee & Flammkuchen und auch zahlreichen Singerrunden feierten wir mit Gitarren, Kontrabass und Akkordeon ein wenig mit hunderten von Pfadfindern jeden Abend.
Sonntags standen Workshops an bei denen „Herz“ „Kopf“ oder „Hand“ gebraucht wurden. Diese Angebote waren sehr Vielfältig und von Töpfern, über Hanna Tattoos, Freundschaftsbändchen selber basteln, Raufspielen, einem Pool, Schnitzen und viel e viele Mehr war für jeden etwas dabei. Nach einer kleinen Mittagspausen und ausgiebigem Essen ging es am Nachmittage weiter mit den Workshops bis spät in den Abend, gefolgt von einer täglichen Singerrunde war der Tag sehr ausgewogen. Ein aktuelles Thema für eine Diskussion war auch die Flüchtlingssituation in Deutschland. Auch kleinere Hintergrundprogramme fanden satt bei dem es zum Beispiel es eine Lagerpost gab, jedes Zelt bekam eine „Hausnummer“ zugeteilt und jeder Große und Kleine Pfadfinder konnte Briefe an eine beliebige Person verschicken. Alles im Allen war für jeden etwas dabei um den Tag mit Spaß und Guter Laune zu verbringen.
Wenn man mich fragen würde, ein Großlager in zwei, drei Sätzen zu beschreiben, würde ich sagen das kann man nicht.
Denn es ist immer etwas ganz besonderes, mit tollen Erfahrungen & vor allem die Erinnerung die man damit verbindet. Getreu nach dem Motto Zusammenkommen, Aufbrechen, Mitmachen ist man mit Herz & Seele dabei, findet neue Freunde und verbringt mit alten Freuden ein paar schöne und lustige Tage. Man benutzt Kopf, Herz und Hand um immer wieder tolle Aktionen und Programmpunkte auf die Beine zu stellen und am wichtigsten ist es Spaß und die Erinnerung zu haben die Groß und Klein an solche Lager haben.
Aufbautagebuch
Geschrieben von Timo Reuter
Samstag
8 Uhr morgens – der Wecker klingelt. Noch drei Stunden Zeit zu packen. Also raus aus den Federn, erstmal duschen und los geht’s. Um 12 soll ja schon der Mietwagen abgeholt werden. „Nö 13 Uhr passt mir besser“, dachte sich der Vormieter.
Nach 5 Stationen und 600 km über Oberkirch, Hohenwettersbach, Bruchsal und Bargen erreichen Wooki, Schochi und ich gegen 23 Uhr den Lagerplatz. Ein paar Zelte sieht man im Licht der Scheinwerfer verstreut auf dem riesigen Lagerplatz stehen. Es ist dunkel, kein Stern ist zu sehen, man hört ein paar Leute reden oder singen, doch es überwiegt das Quaken der Frösche in den Karpfenteichen.
Wie ein weißes Blatt Papier
Sonntag
Der erste Tag des Aufbaulagers geht zu Ende, in der Kleeblattjurte gibt es eine Singerunde. Doch die meisten der 40 Helfer sind zu erschöpft um zu singen. Es wurden mehrere km Trinkwasserleitung streng nach Vorschrift unter der Erde verlegt, eine Waschstelle gebaut, tausende Zeltstangen nach Länge sortiert und auch die PSD-Jurtenburg nimmt Form an.
Auf dem Weg zum Schlafzelt fallen mir die Sterne ins Auge, keine Wolke am Himmel, kein anderes Licht weit und breit. Heute gesellt sich zum Quaken der Frösche ab und zu das dumpfe Brummen des Kontrabass.
Montag
8:15 Uhr ein Horn wird geblasen, in 15 min gibt es Frühstück.
Karo und ich bringen den Mietwagen nach Bamberg, die anderen beschäftigen sich mit der Jurtenburg. Pünktlich zum Mittag sind wir zurück.
Kurz vor dem Abendessen nimmt das Unglück seinen Lauf: ein Jurtendach von JvS reißt ein, das selbe, das auch schon auf dem Meißner gerissen war. Also nach dem Essen noch das Dach vom Matlager in die Jurtenburg gebastelt und das neue Dach von JvS (mit Traufkante) ans Matzelt. Solange bis es wirklich zu dunkel ist.
Beim Abendessen wurde gesagt, dass morgen erst um 9:15 Uhr gefrühstückt werden kann. Was bedeutet: Arbeitsbeginn um 10. Daher haben Olli und ich beschlossen, aufzustehen und anzufangen sobald die Sonne aufgeht.
Dienstag
5:40 Uhr – Sonnenaufgang, Olli ist unmotiviert (unaufweckbar) ich schreibe meinen Artikel weiter.
6:30 Uhr – 2.Weckversuch …
Mittwoch
Es ist Mittwochabend, der PBN richtet eine abstrus reglementierte Singerunde aus (z.B. ALLES wird linksrum weitergegeben und jeder soll aus allen Tassen trinken), ich sitze in der Matjurte.
Die Taktik mit der Sonne aufstehen und ins Bett gehen hat sich bewährt, seit gestern Morgen ist viel passiert: Die Jurtenburg ist fertig dekoriert, die Pooljurte ist eingerichtet und das Wasser wird langsam warm und vorhin wurden gefühlt 100 Dixis geliefert. Aber für morgen bleiben noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen.
Übrigens: der Pool ist der Hammer – vergesst auf keinen Fall eure Badehose. Achja, „Schönen Gruß“ vom Olli.